03/06/26 RICHTFEST

Rund ein Jahr nach der Grundsteinlegung stehen bereits die Rohbauten für die neuen Gebäude C und Z am Justizzentrum Frankfurt. Das feierliche Richtfest wurde heute im Beisein von Vertretern der Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft auf der Baustelle vollzogen.

Das Bauvorhaben an der Konstablerwache zählt zu den bedeutendsten öffentlichen Hochbauprojekten Hessens. Mit den beiden Neubauten entstehen moderne und zukunftsfähige Arbeits- und Verfahrensräume für mehrere Gerichte und Justizbehörden. Gleichzeitig wird die Grundlage für die umfassende Weiterentwicklung des traditionsreichen Justizstandorts im Herzen Frankfurts geschaffen.

In seinem Grußwort würdigte Hessens Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz die Leistung aller am Bau Beteiligten und hob die besondere Bedeutung und die Herausforderung des Projekts hervor: „Gestiegene Anforderungen im Arbeitsalltag der Justizbehörden erfordern zeitgemäße bauliche Antworten. Mit den Neubauten trägt die Landesregierung dieser Entwicklung Rechnung. Die fristgerechte Fertigstellung der Rohbauten für die Gebäude C und Z ist dabei im wahrsten Wortsinn ein wichtiger Baustein des Mammutprojekts der gesamten Standortmodernisierung. Trotz herausfordernder Baustellenlogistik durch die beengte Innenstadtlage und hohen Sicherheitsanforderungen haben alle Beteiligten für eine gute und zügige Bauabwicklung gesorgt – dafür danke ich ihnen ganz herzlich!“

Der Hessische Justizminister Christian Heinz betonte zudem die herausragende Bedeutung des Standorts für die hessische und deutsche Justiz: „Das Justizzentrum Frankfurt am Main ist nicht nur der größte hessische Justizstandort, sondern auch ein bedeutender Ort für den Rechtsstaat in der Bundesrepublik Deutschland.“ Zudem: „Das Justizzentrum hat in Frankfurt ihren Platz nicht irgendwo, sondern in der Mitte der Stadt, nämlich an der Konstablerwache. Das Richtfest an diesem Tag ist ein besonderes Symbol: Es bringt Menschen zusammen und verbindet dadurch wichtige Institutionen des Rechtsstaates mit der Stadt.“ Mit Blick auf die Zukunft unterstrich er, dass moderne Gebäude und zeitgemäße Arbeitsbedingungen wesentliche Voraussetzungen für eine leistungsfähige Justiz seien. 

Auch die Vertreter des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen würdigten die erfolgreiche Projektentwicklung unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Petra Zellner, Vertreterin des Direktors des LBIH, verwies auf die besondere Komplexität des Bauvorhabens im laufenden Justizbetrieb und zeigte sich erfreut über den bisherigen Projektverlauf: „Der LBIH setzt dieses Projekt gemeinsam mit allen Beteiligten unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen um: Auf einem sehr engen Baufeld gilt es, ein umfangreiches Bauprogramm zu realisieren – stets unter der Prämisse, den Justizbetrieb ohne nennenswerte Beeinträchtigungen aufrechtzuerhalten. Ich freue mich über den guten Verlauf und wünsche für die finale Bauphase alles Gute.“

Die Neubauten entstehen im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen dem Land Hessen und HOCHTIEF. Nach ihrer Fertigstellung werden sie unter anderem Flächen für Staatsanwaltschaft, Generalstaatsanwaltschaft, Oberlandesgericht und Landgericht bereitstellen. Die Gebäude erfüllen hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. 

Hierzu erklärte Thomas Kahmann von der HOCHTIEF Infrastructure Building ÖPP Erfurt: „Mit den Gebäuden C und Z entsteht eine Infrastruktur, die der Frankfurter Justiz eine hervorragende Arbeitsumgebung und langfristige Planungssicherheit bietet. Durch die Übernahme von Planung, Bau, dem 30-jährigen Betrieb sowie der Finanzierung, sind wir überzeugt, dass Qualität, Funktionalität und Nachhaltigkeit von Beginn an, Hand in Hand gehen und über die gesamte Nutzungsdauer hinweg sichergestellt werden.“

Abschließend würdigte PLAN2 die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten: „Ein Projekt dieser Größenordnung kann nur durch das engagierte Zusammenwirken von Bauherrschaft, Nutzern, Fachplanern, ausführenden Unternehmen und Behörden gelingen. Das Richtfest ist deshalb vor allem ein gemeinsamer Erfolg aller Beteiligten.“

Der Richtfest-Tag bestätigt den erfolgreichen Fortgang des Großprojekts und setzt ein wichtiges Signal für Architektur, Baumanagement und Rechtsstaatlichkeit in Frankfurt. In den kommenden Monaten erfolgt der weitere Innenausbau sowie die technische Ausrüstung.

Die Fertigstellung der Gebäude C und Z ist für den Sommer 2027 vorgesehen.

Foto: @PLAN2