Feuerwehr- und Rettungszentrum Rueil-Malmaison

Paris

2025

Bauherr: Préfecture de Police
Auftraggeber: Direction de l’Immobilier et de l’Environnement
Planung: WB 2019 – 2025
Status: Fertiggestellt seit 2025
Leistungsphasen: 2 – 9 (in Zusammenarbeit mit Büro Patriarche, Paris)
Bruttogrundfläche m2: 15.000
Baukosten Mio €: 21

Visualisierung: © Archlab, Dresden
Fotos: © Grosmond Nicolas, Paris

PLAN2 wurde nach dem Gewinn eines internationalen Wettbewerbs für die Planung des Zentrums für die Pariser Feuerwehr im Stadtviertel Rueil-Malmaison beauftragt.
Im streng nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ausgebauten Viertel Arsenal soll mit den Bauten des Feuerwehr- und Rettungszentrums und der Mitarbeiterwohnungen die öffentliche Versorgungssituation verbessert werden.
Die Aufgabe des Rettungszentrums war, ein Gebäude für die operative Tätigkeit und die administrative Unterstützung zu planen. Das Wohngebäude dient der Unterbringung von Familien der Feuerwehr und der Rettungseinheiten.
Das Programm, das zwei verschiedene, aber komplementäre Einheiten umfasst – das Rettungszentrum und die Wohneinheiten – wurde zu einem kompakten Baukörper zusammen gefaßt.

Städtebau und Funktion
Die zwei unterschiedlichen Funktionen des Projekt gliedern sich in ein zusammenhängendes, signifikantes Gebäude, das sowohl den Eckpunkt an der Hauptstraße, als auch den Eingang zum Öffentlichen Grünpark markiert.
Die Bebauung besteht aus dem 3-4 geschossigen Bau des Feuerwehrzentrums und dem 6 geschossigen Wohngebäude mit 33 Wohnungen unterschiedlicher Größe.
Das Projekt umfasst eine gemeinsam genutzte Tiefgarage für die Feuerwehr und die Wohnungen.
Ein Ausbildungsturm und ein Trainigszentrum mit Anschluß an den Versorgungshof bieten ideale Voraussetzungen für das Training unter authentischen Bedingungen.
Maßgabe des WB war es auch, eine Grundstücksfläche von 2.600 m2 an der nördlichen Seite des Grundstücks für weitere Entwicklungsmöglichkeiten frei zu halten.

Ökologie und Nachhaltigkeit
Das Projekt wurde konsequent nach ökologischen Maßstäben errichtet. Das Wohngebäude wurde in Holzrahmenbauweise aus CRL- laminierten Holz und biobasierter Strohdämmung um den aussteifenden Treppenturm aus Stahlbeton errichtet. Eine vollflächige Dachbegrünung wurde gepflanzt.
Die Gebäudehülle wurde so präzise entwickelt, dass Wärmedämmung und Dichtigkeit den höchsten Ansprüchen entsprechen. Dank verbesserter Isolierung, Dreifachverglasung und individualisierten Lüftungsgeräten (AHUs) konnte ein hoher Wirkungsgrad erzielt werden.
Dieses Projekt stellt eine echte technische Herausforderung dar und erforderte eine besondere Eignungsprüfung ATEx (Technical Experimentation Assessment).
Neben den hochbaulichen Faktoren werden auch technische Elemente, wie die Rückgewinnung von Energie aus Grauwasser und Regenwasser eingesetzt. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach gleicht einen bedeutenden Teil des Energieverbrauchs aus.
Das Gebäude wurde an das Wärmenetz der ZAC angeschlossen, das durch Geothermie gespeist wird.

Besonderheit
Das Wohngebäude ist als reiner Holzbau um die Erschließungskerne aus Stahlbeton errichtet. Das Gebäude erfüllt verschiedene Zertifizierungen wie Habitat HQE-Labels – Excellent Sustainable Passport (Wohnen), Zertifizierung HQE BD 2016 (Rescue Center) und dient somit als Vorbild für das verantwortungsvolle öffentliche Bauen.